Telepathie mit Tieren – wie Tierkommunikation ohne Worte funktioniert

Was ist Telepathie?
Der Begriff Telepathie stammt aus dem Altgriechischen: tele steht für „fern" bzw. „auf Distanz", pathos für „Erfahrung". Das ist Telepathie: Erfahrung auf Distanz!
Geprägt hat den Begriff der britische Parapsychologe Frederic Myers für die Fähigkeit, Gedanken, Antriebe, Empfindungen oder Gefühle in einer Art Fernwirkung zu übertragen. Genau darum geht es bei Tierkommunikation: Gefühle, Erfahrungen und Empfindungen auf Distanz zu empfangen und zu übermitteln. Ich verbinde mich mit einem Tier telepathisch und übermittle Fragen und Nachrichten in beide Richtungen.
Um telepathisch zu kommunizieren, muss man
-
weder „Stimmen hören"
-
noch esoterische Vorlieben haben
-
und auch nicht „als Kind auf den Kopf gefallen" sein.
Es wird einfach ein Kommunikationskanal genutzt, den wir Menschen heute selten und noch seltener bewusst nutzen. Man kann diesen Kanal sehr leicht wieder aktivieren und somit telepathische Tierkommunikation lernen.
Telepathie ist die Grundlage von Tierkommunikation, wie sie hier verstanden wird - dem Verstehen und Übermitteln von Gedanken und Gefühlen zwischen Mensch und Tier auf nicht-verbaler Ebene.



Telepathie im Alltag
Vermutlich hast du selbst schon telepathische Momente erlebt, ohne sie so zu nennen. Hast du schon einmal an jemanden gedacht, der kurz darauf angerufen hat? Oder einen Raum betreten, in dem alle scheinbar ganz normal beieinandersaßen – und trotzdem war klar, dass gerade noch „Streit in der Luft hing"? Vielleicht kennst du auch das Gefühl, dass dein Hund unruhig wird, kurz bevor du überhaupt angefangen hast, an den Spaziergang zu denken. Oder deine Katze legt sich schnurrend zu Dir, wenn es dir gerade nicht gut geht, obwohl du nichts gesagt hast.
Telepathie ist keine besondere Fähigkeit, die nur wenige Menschen besitzen, sondern eine Kommunikationsform, die mehr oder weniger jede:r latent beherrscht. Sie ähnelt einer Fremdsprache, die man vor langer Zeit einmal gelernt hat: Mit etwas Anleitung und Übung kann man sie auffrischen. Eine einfache Aufforderung zu übermitteln oder zu erspüren, ob jemand etwas mag oder nicht, ist schnell gelernt. Um differenzierte Themen zu besprechen, muss man länger üben – das Prinzip bleibt aber dasselbe.
Wie funktioniert Telepathie mit Tieren?
Ich stelle eine Verbindung zu dem Tier her und frage, ob es mit mir sprechen möchte. Anschließend stelle ich die einzelnen Fragen und bitte darum, mich in den Körper einfühlen zu dürfen. Durch die telepathische Verbindung zwischen mir und dem Tier können Nachrichten und Fragen, aber auch viele Eindrücke wie Bilder, Gerüche, vor allem aber Gefühle transportiert werden.
Meine Aufgabe als Tierkommunikatorin ist es, diese telepathischen Eindrücke in menschliche Sprache zu übersetzen und umgekehrt deine Fragen und Nachrichten so an das Tier zu übermitteln, dass es sie auf seine Weise versteht.
Damit das funktioniert, ist vor allem eines wichtig: die eigenen Gedanken und Emotionen für einen Moment zur Ruhe zu bringen, damit die Alltagsgedanken diese Art der Kommunikation nicht überlagern.


Einige Beispiele aus meiner Arbeit:
Ich bekam in der letzten Zeit öfter die Frage gestellt, ob ein Tier eine bestimmte Person mag oder wie sie sich in deren Gegenwart fühlt, und diese wurden auch eher auf der Gefühlsebene beantwortet. Mal fühlt es sich an, als würde „das Herz aufgehen", mal fühle ich eine Art unbändiger Freude und Fröhlichkeit und ein wildes Spiel miteinander oder auch eine sehr innige Verbundenheit, wie Kuscheln auf Gefühlsebene.
Die Frage nach dem Lieblingsfutter wird meist über Textur, Bilder und Geruch beschrieben. Mal spüre ich, wie ein Futterstückchen im Maul zerknackt, mal wird es mir als weich und mit Sauce gezeigt, mal kleine, mal große Stücke. Glücklicherweise seltener über den Geschmack, danach frage ich lieber nicht, wenn es nicht unbedingt nötig ist.
Oft empfange ich auch Worte. Ich musste sehr schmunzeln, als ich mit B sprach, einer älteren Hündin, die sich zunächst gar nichts wünschte, weil sie sehr zufrieden war. Doch als sie mitbekam, dass sie sich wirklich alles wünschen durfte, antwortete sie zusätzlich auf jede Frage: Hühnchen! Hühnchen! Hühnchen! Hühnchen! Mit dem Wort wurde zusätzlich der typische Duft und die weiche Textur eines Brathähnchens mitgesendet. Es war unmissverständlich, und B zeigte sich, als würde sie es schon bekommen, wild wedelnd und sehr glücklich.
Wenn ich mich in den Körper eines Tieres einfühle, kann ich viele körperliche Eindrücke spüren. Manchmal sind es eine Art dunkler Stellen, eine Schwäche der Muskulatur, Schmerzen oder Taubheit, manchmal fühle ich, dass etwas im Weg ist, manchmal auch, dass der Bauch dicker oder dünner als sonst ist. Oder aber auch die pure Freude daran, wie Muskeln sich bewegen, das Herz pocht und die Lunge brennt, wenn ein Tier jung und gesund ist und so schnell rennt, wie es geht. Die Eindrücke sind so vielfältig wie die Tiere selbst.

Wie entsteht ein telepathischer Kontakt zu einem Tier?
Ganz vereinfacht gesagt: durch eine stille Präsenz mit dem Tier. Wichtig ist hierbei, dass man sich so weit wie möglich entspannt, die Alltagsgedanken ruhen lässt und damit offen für das Empfangen von Nachrichten ist. Es gibt hierfür verschiedene Methoden und Techniken. Man kann z.B. meditieren, entspannende Musik hören, schamanischen Trommeln lauschen – die Wege sind vielfältig. In meinen Tierkommunikationskursen praktizieren wir einige Möglichkeiten, aus denen sich jede:r heraussuchen kann, was für ihn oder sie am besten funktioniert.
Was kann ein Tier telepathisch mitteilen?
Eigentlich alles, was es mitteilen möchte, zum Beispiel Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle, Meinungen, Erinnerungen. Wir können alle Fragen stellen – die allermeisten werden beantwortet. Manchmal möchten unsere tierischen Gesprächspartner nicht an traumatische Ereignisse erinnert werden. Es kommt selten vor, aber wenn, dann respektiere ich das.
Besonders häufig geht es in Tiergesprächen um kranke Tiere, Verhaltensauffälligkeiten, Konflikte im Zusammenleben, Sterbebegleitung oder vermisste Tiere. Zwei ausführliche Beispiele aus meiner Praxis findest du hier: Tierkommunikation bei kranken Tieren und Tierkommunikation mit verstorbenen Tieren.
Ist Telepathie wissenschaftlich anerkannt?
Kurz gesagt: Bislang nicht, aber es tut sich einiges in diesem Feld. Renommierte Forscher:innen beschäftigen sich inzwischen ernsthaft mit Telepathie und Tierkommunikation. Von einem eindeutigen wissenschaftlichen Beweis kann man noch nicht sprechen, aber „Humbug" trifft es längst nicht mehr. Einen ausführlichen Überblick über aktuelle Studien und Forschungsprojekte findest du auf der Seite Ist Tierkommunikation wissenschaftlich belegt?
Was ich aus meiner Praxis sagen kann: Immer wieder bestätigen Tierhalter:innen Details aus unseren Gesprächen, die ich vorher unmöglich wissen konnte – ein bestimmtes Spielzeug, eine Gewohnheit, ein Ereignis aus der Vergangenheit des Tieres. Das ersetzt keine Studie, aber es ist für mich und für viele meiner Kund:innen ein starkes persönliches Indiz. Oft sind es gerade die skeptischen Klient:innen, die am Ende besonders erstaunt sind über die Aussagen ihrer tierischen Begleiter und darüber, dass ich die meisten dieser Dinge nun wirklich nicht wissen konnte.
Besonders lustig finde ich es, wenn das Gespräch ganz normal vonstattengeht, wir alle Probleme, Meinungen und Nachrichten austauschen und ich einige Stunden oder Tage später erst eine aufgeregte Nachricht dieser Art bekomme: "Wir haben ja über meinen Hund/Kater/Hamster gesprochen, als würdest du ihn kennen, woher wusstest du das denn alles???" Nun, DAS ist Tierkommunikation 😊
Du darfst gerne skeptisch sein – es funktioniert trotzdem. Nach mittlerweile sprichwörtlich zigtausend Gesprächen kann ich ohne Übertreibung sagen: Es sind immer genügend überzeugende Hinweise auch für Skeptiker:innen vorhanden.



Wie ich Telepathie in der Tierkommunikation einsetze
In meiner Arbeit als Tierkommunikatorin ist Telepathie das Handwerkszeug, nicht das Ziel. Ich nutze sie, um zwischen dir und deinem Tier zu übersetzen – Gefühle, Gedanken, körperliche Empfindungen und sensorische Eindrücke in menschliche Sprache und umgekehrt.
Was kann Telepathie nicht leisten?
Telepathie ist nicht übersinnlich. Ich bekomme manchmal Anfragen, bei denen jemand bspw. wissen möchte, ob ein Tier eine Operation überleben würde, um sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Das kann ich nicht sagen. Ich kann das Tier nach seiner Meinung zu einer OP befragen, aber letztlich weiß ein Tier das ebenso wenig wie wir Menschen, wie eine OP ausgehen wird. Ich kann also (leider) nicht in die Zukunft sehen.
Telepathie kann auch keine „objektiven Wahrheiten" herausfinden. Um im Beispiel von Krankheiten zu bleiben: ich kann und werde keine Diagnosen erstellen: ich weiß nur das, was das Tier weiß und was es mir davon vermittelt. Tiere sind eben auch keine Tierärzte, sie können beschreiben, wie sie sich fühlen, ob etwas weh tut oder nicht, und das kann als Symptombeschreibung für eine tierärztliche Diagnose durchaus sehr wertvoll sein. Dennoch ist es eine Beschreibung dessen, was das Tier spürt, und keine Aussage darüber, was für eine Krankheit es hat.
Kann jede:r Telepathie lernen?
Ja! Man muss nicht besonders sensibel oder esoterisch veranlagt sein. Es ist eine latente Fähigkeit, die mit Übung zugänglicher wird – ähnlich wie eine Fremdsprache, die man auffrischt und dann immer wieder spricht. Und ja, es gibt Menschen, die sind etwas „sprachbegabter" als andere, aber grundsätzlich kann es jede:r lernen.
Was wirklich zählt, ist: Üben! Nach einem Wochenendkurs kannst du ein Tier begrüßen und nach dem Befinden und den Hobbys usw. fragen und oft erfährt man sehr viel mehr als man erwartet; verhandlungssicher bist du aber noch nicht. Dafür gibt es weiterführende Kurse und Übungsgruppen. Wer motiviert ist, findet zahlreiche Tiere, die gerne und hilfsbereit mitmachen, sodass du immer wieder üben kannst.
Funktioniert Telepathie bei allen Tieren?
Ja, bei allen, die bereit sind, mit uns zu kommunizieren. Ich habe mit allen möglichen „Haustieren", Hunden, Katzen, Pferden, Vögeln, Nagetieren, mit sogenannten Nutztieren wie Hühnern oder Kühen telepathisch kommuniziert und bspw. auch mit Tieren, die mir weniger nahestehen: Spinnen, Kakerlaken und Ameisen … und sehr vielen mehr. Entscheidend ist nicht die Tierart, sondern die Bereitschaft, sich auf diese Form der Verständigung einzulassen.

Funktioniert Telepathie auch von Mensch zu Mensch?
Ja, auch das! Das Lehrbuchbeispiel dafür ist, dass man an jemanden denkt, es klingelt das Telefon und die Person ist am Apparat: man hat die Kontaktaufnahme quasi schon gespürt, bevor das Telefon klingelte.
Im Basiskurs Tierkommunikation beginnen wir mit Übungen, bei denen sich die Kursteilnehmer:innen diverse Eindrücke gegenseitig senden. Und das klappt! Besonders schön ist es, dass es durch das Senden von Mensch zu Mensch auch überprüfbar ist, ob die richtige Nachricht angekommen ist. Telepathische Kommunikation mit Tieren ist aber tatsächlich sogar einfacher. Für Tiere ist Telepathie eine normale Form der Kommunikation, und sie sind nicht von so vielen Gedanken abgelenkt, wie wir es sind.
Ganz konkret: Ablauf einer Tierkommunikation
Wie ein Tierkommunikationsgespräch im Detail abläuft, erfährst du unter Ablauf